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Kontinuierliche Blockade des Nervus femoralis mit Katheter
kontinuierliche Blockade des Plexus lumbalis mit Katheter
Ähnlich wie beim Plexus brachialis kann durch Vergrößerung der Lokalanästhetika menge der Blockadebereich ausgedehnt werden. Entweder wird nur der N. femoralis, der N. femoralis zusammen mit N. obturatorius und N. cutaneus femoris lateralis (3-in-1-Block) oder der gesamte Plexus lumbalis (also auch N. iliohypogastricus, N. ilioinguinalis und N. genitofemoralis, sowie obere Anteile des N. ischiadicus) geblockt.
Die Lagerung erfolgt auf dem Rücken mit leicht abduziertem Bein. Der Verlauf der A. femoralis im Bereich der Leistenbeuge wird durch Palpation herausgefunden (bei schwieriger Palpation Verwendung eines Gefäßdopplers). Der N. femoralis verläuft ca. 1,5 bis 2 cm lateral der Arterie. Hier kann der genaue Nervenverlauf durch eine transkutane Nervenstimulation mit Zielelektrode identifiziert werden. Der Einstich der Kanüle (16G) erfolgt über dem Nerv in einem Winkel von ca. 40-45 Grad, ca. 3 QF distal des Leistenbandes in kranialer Richtung, in etwa parallel zur A. femoralis. Das Überwinden eines elastischen Widerstandes in ca. 3-4 cm Tiefe, häufig verbunden mit einer angedeuteten Krepitation, signalisiert den Eintritt in die Nervenfaszienscheide. Sicherheitshalber kann jetzt die Lage der Kanülenspitze mit einer Nervenstimulation überprüft werden. Die Position ist optimal, wenn bei einer Stromstärke von 0,5 bis 1 mA rhythmische Muskelzuckungen auftreten. Unter Festhalten der inneren Stahlkanüle kann jetzt die Kunststoffkanüle noch etwas weiter vorgeschoben werden (Leser et al.1987).
Zur N. femoralis- oder 3-in-1-Blockade reicht es aus, wenn der Katheter noch ca. 5 cm über das Kanülenende hinaus vorgeschoben wird (Markierung am Katheter beachten). Zur Plexus-lumbalis-Blockade empfiehlt es sich, den Katheter 10-15 cm weit einzuführen. Meist gelingt das Vorschieben problemlos, andernfalls wird der Katheter nochmals herausgenommen und ein steriler Führungsdraht eingefädelt, falls nicht von vornherein ein entsprechendes Katheterset benützt wird. Beim Einfädeln des Führungsdrahtes ist darauf zu achten, daß die Katheterspitze frei, also weich bleibt.
Probatorische Blockade: z.B. 15 ml Bupivacain 0,5% .
Für die schmerztherapeutischen Folgeblockaden können je nach individueller Wirkung folgende Dosisempfehlungen gegeben werden:
N. femoralis: ca. 10-15ml z.B. Bupivacain 0,125-0,15%;
3-in-1-Block: ca. 20-25ml z.B. Bupivacain 0,125-0,15;
Plexus lumbalis: 30 ml und mehr z.B. Bupivacain 0,125-0,15% .
Komplikationsmöglichkeiten: Blutung (Verletzung der A. femoralis), Nervenverletzung.
Aktualisiert:
12.10.05
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